Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Es   war   im   Herbst   in   den   bayerischen   Bergen.   Im   Tal   lag   eine   dichte   Nebeldecke. Eine    Gruppe    von    Urlaubern    aber    wollte    sich    mit    diesem    Grau    in    Grau    nicht zufriedengeben,   sie   wollte   doch   etwas   erleben   von   der   Schönheit   der Alpenwelt.   So stiegen   sie   den   Berg   hinauf   in   der   Hoffnung,   dass   doch   bald   die   Sonne   kommen und   alles   in   ihrem   goldenen   Licht   erstrahlen   müsste.   Doch   eine   Viertelstunde,   eine halbe   Stunde,   mehr   als   eine   Stunde   verging:   Im   dunklen   Bergwald   und   um   die grauen     Felswände     herum     erschienen     die     Wolkennebel     nur     noch     dichter. Schließlich kam ihnen ein Einheimischer von oben her entgegen. Sie   fragten   ihn:   „Sagen   Sie,   nimmt   denn   der   Nebel   gar   kein   Ende?   Sollen   wir weitersteigen,   oder   sollen   wir   umkehren?“   Der   Einheimische   antwortete:   „Ihr   müsst bis zum Kreuz hinauf, dort ist alles hell.“ Und    so    war    es    wirklich:    Am    Gipfelkreuz    war    der    Nebel    zu    Ende,    fast    wie abgeschnitten.   Eine   strahlende   Sonne   leuchtete   von   einem   herrlich   blauen   Himmel, und rings im Kreis grüßten Berggipfel neben Berggipfel, wie zum Greifen nah. (Quelle: 1000 Kurzgeschichten. Hoffsümmer) Liebe Gemeinde, das   Kreuz   Jesu   bringt   uns   dem   Himmel   nahe,   vielmehr   er   steht   uns   dadurch   offen. An    keinem    anderen    Ort    zeigt    sich    die    Liebe    Gottes    so    eindrücklich.    In    Jesus Christus,   dem   Gekreuzigten,   wird   radikal   deutlich,   wie   sehr   wir   Gott   am   Herzen liegen.    Er    opfert    sich    für    uns    auf,    bis    zum    Letzten.    Er    wendet    sich    uns    zu, bedingungslos. Eines   der   schrecklichsten   Hinrichtungsinstrumente   der   Geschichte   verwandelt   Gott in ein Zeichen unüberwindbarer Hoffnung. Hoffnung,   dass   ich   angenommen   und   geliebt   bin,   ohne   mir   das   nur   im   Geringsten verdienen zu können. Hoffnung,   dass   ich   mit   meinem   Scheitern   und   meiner   Schuld   nicht   zugrunde   gehe, sondern Vergebung möglich ist. Hoffnung,   dass   Krankheit,   Leid   und   Tod   nicht   das   letzte   Wort   haben,   sondern   das Leben siegt. Denn der Gekreuzigte ist auch der Auferstandene. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Passions- und Osterzeit Ihr Pfarrer Jens Meyer
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Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Es     war     im     Herbst     in     den bayerischen   Bergen.   Im   Tal   lag eine    dichte    Nebeldecke.    Eine Gruppe     von     Urlaubern     aber wollte   sich   mit   diesem   Grau   in Grau   nicht   zufriedengeben,   sie wollte   doch   etwas   erleben   von der    Schönheit    der    Alpenwelt. So   stiegen   sie   den   Berg   hinauf in    der    Hoffnung,    dass    doch bald    die    Sonne    kommen    und alles    in    ihrem    goldenen    Licht erstrahlen    müsste.    Doch    eine Viertelstunde,        eine        halbe Stunde,   mehr   als   eine   Stunde verging:    Im    dunklen    Bergwald und   um   die   grauen   Felswände herum           erschienen           die Wolkennebel   nur   noch   dichter. Schließlich      kam      ihnen      ein Einheimischer     von     oben     her entgegen. Sie    fragten    ihn:    „Sagen    Sie, nimmt   denn   der   Nebel   gar   kein Ende?   Sollen   wir   weitersteigen, oder   sollen   wir   umkehren?“   Der Einheimische     antwortete:     „Ihr müsst    bis    zum    Kreuz    hinauf, dort ist alles hell.“ Und    so    war    es    wirklich:    Am Gipfelkreuz    war    der    Nebel    zu Ende,    fast    wie    abgeschnitten. Eine          strahlende          Sonne leuchtete    von    einem    herrlich blauen    Himmel,    und    rings    im Kreis   grüßten   Berggipfel   neben Berggipfel,     wie     zum     Greifen nah. (Quelle: 1000 Kurzgeschichten. Hoffsümmer) Liebe Gemeinde, das   Kreuz   Jesu   bringt   uns   dem Himmel   nahe,   vielmehr   er   steht uns   dadurch   offen.   An   keinem anderen     Ort     zeigt     sich     die Liebe   Gottes   so   eindrücklich.   In Jesus            Christus,            dem Gekreuzigten,       wird       radikal deutlich,   wie   sehr   wir   Gott   am Herzen   liegen.   Er   opfert   sich   für uns    auf,    bis    zum    Letzten.    Er wendet         sich         uns         zu, bedingungslos. Eines       der       schrecklichsten Hinrichtungsinstrumente        der Geschichte   verwandelt   Gott   in ein     Zeichen     unüberwindbarer Hoffnung. Hoffnung,             dass             ich angenommen    und    geliebt    bin, ohne   mir   das   nur   im   Geringsten verdienen zu können. Hoffnung,   dass   ich   mit   meinem Scheitern    und    meiner    Schuld nicht    zugrunde    gehe,    sondern Vergebung möglich ist. Hoffnung,   dass   Krankheit,   Leid und   Tod   nicht   das   letzte   Wort haben,     sondern     das     Leben siegt.   Denn   der   Gekreuzigte   ist auch der Auferstandene. Ich       wünsche       Ihnen       eine gesegnete        Passions-        und Osterzeit Ihr Pfarrer Jens Meyer