Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv
Liebe Gemeinde, Wüstenzeiten,   sind   Zeiten   der   Entbehrung   und   des   Mangels.   Das   erleben   wir gerade   unfreiwillig.   Mangel   an   sozialen   Begegnungen,   an   Sicherheiten,   an Zukunftsaussichten. Das   Volk   Israel   erhält   am   Berg   Sinai   die   Grundlage   seines   Zusammenlebens, speziell    die    10    Gebote.    Sie    sind    bis    heute    grundlegend    für    unser    aller Zusammenleben. So   etwas   entscheidendes   passiert   in   der   Wüste.   Das   Volk   ist   unterwegs durch   die   Wüste   und   mitten   in   der   Wüste   bekommt   es   alles   das,   was   das   Volk im   Leben   nach   der   Wüste,   im   Gelobten   Land   braucht,   um   verantwortungsvoll vor Gott und miteinander leben zu können. Eigenartig.   Wüste   ist   Zeit   für   Entbehrung   und   Mangel,   es   ist   anstrengende Zeit.   Wieso   gibt   es   da   diese   wichtigen   Gesetze?   Israel   erhält   letztlich   nicht nur   die   10   Gebote,   sondern   die   Regeln,   die   das   gesamte   jüdische   Leben   bis heute prägen. Es   wird   deutlich,   Wüste   ist   nicht   nur   ein   Ort   des   Mangels,   sondern   auch   ein Ort   der   Klarheit   und   ein   Ort   der   Stille.   Da   ist   vieles   weg,   was   uns   sonst   auch ablenkt. Da bleibe ich eher bei mir. Vielleicht   befinden   wir   uns   gerade   jetzt   auch   in   einer   Art   Wüstenzeit.   In   der unser   gewohnter   Alltag   zurücktritt,   vieles   von   dem,   was   uns   sonst   bestimmt und vielleicht auch gefangen nimmt. Am   Volk   Israel   wird   sichtbar.   Gott   schenkt   gerade   in   Wüstenzeiten,   Gebot   und Orientierung   für   die   Zeit   nach   der   Wüste.   Wüstenzeit   ist   nicht   nur   eine   Zeit des    Mangels,    sondern    kann    auch    eine    Zeit    sein,    in    der    ich    mich    neu orientiere. Die   Krise   ist   immer   Chance   und   Gefahr.   Sie   kann   dann   zur   Chance   werden, wenn   ich   mir   die   Zeit   nehme   in   der   Krise   nachzudenken,   wie   mein   Leben danach   weitergehen   soll.   Denn   in   Krisenzeiten,   Wüstenzeiten,   werde   ich   ein Stück   herausgenommen   aus   meinem   normalen   Umfeld,   aus   dem   was   mich normalerweise   prägt   und   ich   kann   neu   darüber   nachdenken,   wie   mein   Leben weitergehen    soll.    Ich    kann    Gott    bitten,    dass    er    mir    neue    Gebote    und Orientierung schenkt für mein weiteres Leben. Das   Volk   Israel   geht   den   Weg   vom   Berg   Sinai   weiter,   verändert.   Es   ist   nicht mehr   das   Volk,   das   in   Ägypten   in   der   Sklaverei   gelebt   hat,   sondern   es   ist   ein freies Volk mit neuen Orientierungen, auf einem neuen Weg. In   diesem   Sinne   wünsche   ich   uns,   dass   die   gegenwärtige   Wüstenzeit   uns nicht   nur   viel   abverlangt,   sondern   dass   sie   uns   gerade   auch   zur   Chance   wird, zu erkennen, welche neue Orientierung uns Gott für unseren Weg gibt. Bleiben Sie behütet und gesegnet Ihr Pfr. Jens Meyer
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Achiv Achiv
Liebe Gemeinde, Wüstenzeiten,     sind     Zeiten der     Entbehrung     und     des Mangels.    Das    erleben    wir gerade    unfreiwillig.    Mangel an    sozialen    Begegnungen, an          Sicherheiten,          an Zukunftsaussichten. Das    Volk    Israel    erhält    am Berg    Sinai    die    Grundlage seines       Zusammenlebens, speziell   die   10   Gebote.   Sie sind   bis   heute   grundlegend für              unser              aller Zusammenleben. So     etwas     entscheidendes passiert   in   der   Wüste.   Das Volk   ist   unterwegs   durch   die Wüste    und    mitten    in    der Wüste     bekommt     es     alles das,   was   das   Volk   im   Leben nach       der       Wüste,       im Gelobten   Land   braucht,   um verantwortungsvoll   vor   Gott und    miteinander    leben    zu können. Eigenartig.   Wüste   ist   Zeit   für Entbehrung   und   Mangel,   es ist        anstrengende        Zeit. Wieso     gibt     es     da     diese wichtigen     Gesetze?     Israel erhält   letztlich   nicht   nur   die 10     Gebote,     sondern     die Regeln,    die    das    gesamte jüdische    Leben    bis    heute prägen. Es   wird   deutlich,   Wüste   ist nicht      nur      ein      Ort      des Mangels,   sondern   auch   ein Ort   der   Klarheit   und   ein   Ort der   Stille.   Da   ist   vieles   weg, was   uns   sonst   auch   ablenkt. Da bleibe ich eher bei mir. Vielleicht    befinden    wir    uns gerade    jetzt    auch    in    einer Art   Wüstenzeit.   In   der   unser gewohnter   Alltag   zurücktritt, vieles    von    dem,    was    uns sonst          bestimmt          und vielleicht      auch      gefangen nimmt. Am   Volk   Israel   wird   sichtbar. Gott      schenkt      gerade      in Wüstenzeiten,     Gebot     und Orientierung     für     die     Zeit nach   der   Wüste.   Wüstenzeit ist    nicht    nur    eine    Zeit    des Mangels,       sondern       kann auch   eine   Zeit   sein,   in   der ich mich neu orientiere. Die   Krise   ist   immer   Chance und   Gefahr.   Sie   kann   dann zur    Chance    werden,    wenn ich   mir   die   Zeit   nehme   in   der Krise     nachzudenken,     wie mein         Leben         danach weitergehen    soll.    Denn    in Krisenzeiten,   Wüstenzeiten, werde       ich       ein       Stück herausgenommen            aus meinem    normalen    Umfeld, aus        dem        was        mich normalerweise   prägt   und   ich kann           neu           darüber nachdenken,       wie       mein Leben   weitergehen   soll.   Ich kann   Gott   bitten,   dass   er   mir neue           Gebote           und Orientierung      schenkt      für mein weiteres Leben. Das    Volk    Israel    geht    den Weg   vom   Berg   Sinai   weiter, verändert.   Es   ist   nicht   mehr das   Volk,   das   in   Ägypten   in der     Sklaverei     gelebt     hat, sondern    es    ist    ein    freies Volk             mit             neuen Orientierungen,    auf    einem neuen Weg. In    diesem    Sinne    wünsche ich         uns,         dass         die gegenwärtige        Wüstenzeit uns         nicht         nur         viel abverlangt,     sondern     dass sie    uns    gerade    auch    zur Chance   wird,   zu   erkennen, welche     neue     Orientierung uns    Gott    für    unseren    Weg gibt. Bleiben     Sie     behütet     und gesegnet Ihr Pfr. Jens Meyer