Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Liebe Gemeinde, der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Mit dieser hoffnungsvollen, guten Nachricht grüße ich Sie. Auferstehung, neues Leben? Was ist damit gemeint, wie können wir uns das vorstellen? Bilder und Vergleiche können uns dabei helfen, so auch folgende Geschichte: Eine Raupe kroch langsam über den Ast eines blühenden Strauches. Bedächtig schob sie ihren schweren Körper über ein Blatt und begann gerade genussvoll ihre Mahlzeit, als ein Schmetterling neben ihr landete. „Ach, du Arme“, sagte sie, „auch ich musste mich einst so plagen.“ Misstrauisch blickte die Raupe auf, musterte die langen Beine, die schillernden Flügel, die tastenden Fühler. Was wollte diese verrückte Fremde? Sie sollte sich nur nicht einbilden, etwas abzubekommen von diesem dicken Blatt. Rasch fraß sie sich weiter vor. „Wie gut hat mir solch saftiges Grün immer geschmeckt“, erzählt der Schmetterling. „Aha“, dachte die Raupe. „Kannst du dir vorstellen ...“‚ wollte der Schmetterling fortfahren, als die Raupe ihr schon unwirsch ins Wort fiel: „Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dir von meiner Mahlzeit etwas abgebe. Streng dich selbst an und mach dich fort von hier.“ Erstaunt sah der Schmetterling sie an: „Nein, nein, du hast mich falsch verstanden. Ich will dir nichts wegnehmen. Du sollst nur wissen: All das hier wird sich ändern für dich, das Kriechen, das Fressen. Alles wird anders riechen, anders schmecken, sich anders anfühlen. Hör zu: Lange Zeit kroch ich wie du schwerfällig die Stängel und Äste hinauf, gierig nach dem frischesten Grün. Keine Mühe war mir zu viel, das Fressen war mein Leben. Aber eines Tages änderte sich mein ganzes Leben. Erst hörte ich zu fressen auf, dann zog ich mich zurück in einen dunklen Kokon, bis ich ins Licht zurück durfte. Seitdem fliege ich wie schwerelos über das Grün. Ich verstehe eine ganz neue Sprache, die Duftsprache der Blüten, und lebe von nichts als ihrem Nektar. Ein einziger Taumel von Duft und Farben und Süße, das ist meine neue Welt und auch du kannst dich gar nicht genug freuen darauf. Das wollte ich dir sagen.“ Die Raupe hatte ihr Blatt derweil vertilgt und nahm unbeeindruckt das nächste in Angriff. „Duft, Süße, Taumel? Ich hatte es mir ja gleich gedacht, eine Verrückte.“ (Quelle: W. Hoffsümmer.Kurzgeschichten 9. Ein einziger Taumel.) Liebe Gemeinde, uns steht ein herrlicher Wandel bevor auch wenn unsere alltägliche Erfahrung eine andere Sprache spricht. Wir dürfen in der ermutigenden Verheißung leben: Jesus Christus lebt und wird auch uns neues Leben schenken, dass alles übertrifft, was wir uns je erträumen können. Ihr Pfr. Jens Meyer
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Achiv Achiv
Liebe Gemeinde, der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Mit dieser hoffnungsvollen, guten Nachricht grüße ich Sie. Auferstehung, neues Leben? Was ist damit gemeint, wie können wir uns das vorstellen? Bilder und Vergleiche können uns dabei helfen, so auch folgende Geschichte: Eine Raupe kroch langsam über den Ast eines blühenden Strauches. Bedächtig schob sie ihren schweren Körper über ein Blatt und begann gerade genussvoll ihre Mahlzeit, als ein Schmetterling neben ihr landete. „Ach, du Arme“, sagte sie, „auch ich musste mich einst so plagen.“ Misstrauisch blickte die Raupe auf, musterte die langen Beine, die schillernden Flügel, die tastenden Fühler. Was wollte diese verrückte Fremde? Sie sollte sich nur nicht einbilden, etwas abzubekommen von diesem dicken Blatt. Rasch fraß sie sich weiter vor. „Wie gut hat mir solch saftiges Grün immer geschmeckt“, erzählt der Schmetterling. „Aha“, dachte die Raupe. „Kannst du dir vorstellen ...“‚ wollte der Schmetterling fortfahren, als die Raupe ihr schon unwirsch ins Wort fiel: „Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dir von meiner Mahlzeit etwas abgebe. Streng dich selbst an und mach dich fort von hier.“ Erstaunt sah der Schmetterling sie an: „Nein, nein, du hast mich falsch verstanden. Ich will dir nichts wegnehmen. Du sollst nur wissen: All das hier wird sich ändern für dich, das Kriechen, das Fressen. Alles wird anders riechen, anders schmecken, sich anders anfühlen. Hör zu: Lange Zeit kroch ich wie du schwerfällig die Stängel und Äste hinauf, gierig nach dem frischesten Grün. Keine Mühe war mir zu viel, das Fressen war mein Leben. Aber eines Tages änderte sich mein ganzes Leben. Erst hörte ich zu fressen auf, dann zog ich mich zurück in einen dunklen Kokon, bis ich ins Licht zurück durfte. Seitdem fliege ich wie schwerelos über das Grün. Ich verstehe eine ganz neue Sprache, die Duftsprache der Blüten, und lebe von nichts als ihrem Nektar. Ein einziger Taumel von Duft und Farben und Süße, das ist meine neue Welt und auch du kannst dich gar nicht genug freuen darauf. Das wollte ich dir sagen.“ Die Raupe hatte ihr Blatt derweil vertilgt und nahm unbeeindruckt das nächste in Angriff. „Duft, Süße, Taumel? Ich hatte es mir ja gleich gedacht, eine Verrückte.“ (Quelle: W. Hoffsümmer.Kurzgeschichten 9. Ein einziger Taumel.) Liebe Gemeinde, uns steht ein herrlicher Wandel bevor auch wenn unsere alltägliche Erfahrung eine andere Sprache spricht. Wir dürfen in der ermutigenden Verheißung leben: Jesus Christus lebt und wird auch uns neues Leben schenken, dass alles übertrifft, was wir uns je erträumen können. Ihr Pfr. Jens Meyer