Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Danach stieg Jesus in das Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen über dem Boot zusammenschlugen. Aber Jesus schlief. Da liefen die Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: »Herr, hilf uns, wir gehen unter!« Jesus antwortete ihnen: »Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?« Dann stand er auf und befahl dem Wind und den Wellen, sich zu legen. Sofort hörte der Sturm auf, und es wurde ganz still. Alle fragten sich voller Staunen: »Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!« Matthäus 8, 23-27 „Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen Ihm!“ Das ist die Antwort der erstaunten Jünger, nachdem Jesus den Sturm, der ihr kleines Boot und damit auch ihr Leben massiv bedrohte zum Schweigen gebracht hat. Jesus ist mit seinen Jüngern und im Boot. Plötzlich zieht ein Sturm auf und peitscht die Wellen ans und ins Boot. Dieses Unwetter ist für alle lebensbedrohlich. Panik greift rasch um sich. Keiner will schließlich ertrinken. Was macht Jesus. Er schläft, während der Sturm wütet. Die Jünger beruhigt das kein bisschen. Im Gegenteil die Jünger sind von der Angst getrieben. Irgendwie sitzen auch wir im Boot. Corona ist wie solch ein Sturm, der über uns hereinbricht. Vor ein paar Monaten ist er langsam aufgezogen und scheint jetzt immer heftiger zu werden. Panik macht sich unter uns breit. Die Angst treibt die Menschen zu Hamsterkäufen oder zum Diebstahl von Desinfektionsmittel, treibt sie in den Egoismus. Die Furcht bestimmt das Handeln. Da geht der Blick für den anderen verloren. Furcht ist kein guter Ratgeber. Die Jünger vergehen fast vor Angst. Sie wecken Jesus und flehen ihn an, etwas zu tun. Jesus tut etwas. Etwas Unglaubliches. Er beruhigt den Sturm. Dann fragt er die Jünger „Warum habt ihr Angst?“ Eine merkwürdige Frage, wer hätte nicht Angst, wenn das eigene Leben, die eigene Existenz massiv bedroht sind. Leider erleben wir das in diesen Tagen sehr deutlich. Aber Jesus weist seine Jünger nicht zurecht, weil er ihre Angst nicht verstehen kann oder weil die Jünger ihm nicht zutrauen, dass er sie vor dem Sturm retten kann. Jesus ist traurig darüber, dass es seinen Jüngern so schwerfällt, darauf zu vertrauen, dass er sie DURCH den Sturm führen kann. Wie hilft uns die Erfahrung der Jünger für den Sturm, in dem wir uns gerade befinden? Wir sollten uns folgendes bewusst machen: 1. Jesus hat Macht über jeden Sturm. Wenn Wind und Wellen Ihm keine Sorgen bereiten, dann müssen auch wir nicht in Angst und Schrecken versinken. Das heißt nicht, dass uns die Umstände nicht ängstigen oder in Sorge versetzen. Selbst wenn wir die Situation nicht ändern können, so können wir dennoch unser Vertrauen auf Gott setzen uns davon bestimmen lassen und nicht von der Angst im Sturm unterzugehen. 2. Wenn wir auf Jesus schauen, finden wir Kraft und Zuversicht. Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob wir uns auf die Größe des Sturms konzentrieren oder ob wir uns an den wenden, der den Sturm beruhigen kann. Wir können uns von der Angst leiten lassen, was alles in den nächsten Wochen und Monaten passieren kann. Die Angst wird uns unsere Kraft rauben. Wir können uns aber ebenso bestimmen lassen von dem Vertrauen, dass Jesus unser aller Leben und den Ausgang der Geschichte in Händen hält. Das Vertrauen auf Jesus Christus wird uns Kraft und Zuversicht schenken, selbst wenn der Sturm weiter tobt. 3. Jesus ist immer in deinem Boot. Jesus ist mit den Jüngern im Boot. Er schaut nicht vom sicheren Ufer zu, wie die Jünger um ihr Leben kämpfen. Nein. Er ist mittendrin. So ist auch Jesus jetzt bei uns mittendrin in dem Sturm der gerade unseren Alltag, unser Leben bedroht. Wir sind eben nicht allein, sondern der, der den Sturm beruhigen kann, der ist an unserer Seite. Wann und wie er den Sturm zur Ruhe bringen wird, wissen wir nicht. Wie die Jünger, so sind auch wir herausgefordert ihm zu vertrauen. Fest steht, er wird uns nicht untergehen lassen. Daran erinnert uns die Passionszeit, in der wir uns gerade befinden: Jesus opfert sich für uns auf. Geht bis ans Kreuz und triumphiert zu Ostern als der Auferstandene auch über den Tod und damit über den schlimmsten Sturm, der uns treffen kann. Wir haben die Wahl, auch wenn uns das Leben zu erdrücken scheint: Wir können auf die Umstände oder auf Jesus schauen und ihm vertrauen. Das bedeutet nicht, dass wir einfach die Augen vor der Realität und der Gefahr verschließen, sondern das befreit uns gerade von Angst und Panik zum verantwortungsvollen Handeln gegenüber dem anderen und uns selbst. Und weil es nicht so einfach ist, den Blick vom Sturm abzuwenden und auf Jesus zu schauen und ihm zu vertrauen, sind wir in diesen Tagen, um so mehr füreinander verantwortlich: Darauf zu achten, wo jemand Ermutigung braucht, weil bei ihm der Sturm gerade besonders schlimm tobt, mit einem Telefonat, einem ermutigenden Brief, einem Smiley bei WhatsApp, was auch immer, dem anderen zeigt: Du bist nicht allein! Amen Pfarrer Jens Meyer
Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Danach stieg Jesus in das Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen über dem Boot zusammenschlugen. Aber Jesus schlief. Da liefen die Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: »Herr, hilf uns, wir gehen unter!« Jesus antwortete ihnen: »Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig?« Dann stand er auf und befahl dem Wind und den Wellen, sich zu legen. Sofort hörte der Sturm auf, und es wurde ganz still. Alle fragten sich voller Staunen: »Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!« Matthäus 8, 23-27 „Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen Ihm!“ Das ist die Antwort der erstaunten Jünger, nachdem Jesus den Sturm, der ihr kleines Boot und damit auch ihr Leben massiv bedrohte zum Schweigen gebracht hat. Jesus ist mit seinen Jüngern und im Boot. Plötzlich zieht ein Sturm auf und peitscht die Wellen ans und ins Boot. Dieses Unwetter ist für alle lebensbedrohlich. Panik greift rasch um sich. Keiner will schließlich ertrinken. Was macht Jesus. Er schläft, während der Sturm wütet. Die Jünger beruhigt das kein bisschen. Im Gegenteil die Jünger sind von der Angst getrieben. Irgendwie sitzen auch wir im Boot. Corona ist wie solch ein Sturm, der über uns hereinbricht. Vor ein paar Monaten ist er langsam aufgezogen und scheint jetzt immer heftiger zu werden. Panik macht sich unter uns breit. Die Angst treibt die Menschen zu Hamsterkäufen oder zum Diebstahl von Desinfektionsmittel, treibt sie in den Egoismus. Die Furcht bestimmt das Handeln. Da geht der Blick für den anderen verloren. Furcht ist kein guter Ratgeber. Die Jünger vergehen fast vor Angst. Sie wecken Jesus und flehen ihn an, etwas zu tun. Jesus tut etwas. Etwas Unglaubliches. Er beruhigt den Sturm. Dann fragt er die Jünger „Warum habt ihr Angst?“ Eine merkwürdige Frage, wer hätte nicht Angst, wenn das eigene Leben, die eigene Existenz massiv bedroht sind. Leider erleben wir das in diesen Tagen sehr deutlich. Aber Jesus weist seine Jünger nicht zurecht, weil er ihre Angst nicht verstehen kann oder weil die Jünger ihm nicht zutrauen, dass er sie vor dem Sturm retten kann. Jesus ist traurig darüber, dass es seinen Jüngern so schwerfällt, darauf zu vertrauen, dass er sie DURCH den Sturm führen kann. Wie hilft uns die Erfahrung der Jünger für den Sturm, in dem wir uns gerade befinden? Wir sollten uns folgendes bewusst machen: 1. Jesus hat Macht über jeden Sturm. Wenn Wind und Wellen Ihm keine Sorgen bereiten, dann müssen auch wir nicht in Angst und Schrecken versinken. Das heißt nicht, dass uns die Umstände nicht ängstigen oder in Sorge versetzen. Selbst wenn wir die Situation nicht ändern können, so können wir dennoch unser Vertrauen auf Gott setzen uns davon bestimmen lassen und nicht von der Angst im Sturm unterzugehen. 2. Wenn wir auf Jesus schauen, finden wir Kraft und Zuversicht. Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob wir uns auf die Größe des Sturms konzentrieren oder ob wir uns an den wenden, der den Sturm beruhigen kann. Wir können uns von der Angst leiten lassen, was alles in den nächsten Wochen und Monaten passieren kann. Die Angst wird uns unsere Kraft rauben. Wir können uns aber ebenso bestimmen lassen von dem Vertrauen, dass Jesus unser aller Leben und den Ausgang der Geschichte in Händen hält. Das Vertrauen auf Jesus Christus wird uns Kraft und Zuversicht schenken, selbst wenn der Sturm weiter tobt. 3. Jesus ist immer in deinem Boot. Jesus ist mit den Jüngern im Boot. Er schaut nicht vom sicheren Ufer zu, wie die Jünger um ihr Leben kämpfen. Nein. Er ist mittendrin. So ist auch Jesus jetzt bei uns mittendrin in dem Sturm der gerade unseren Alltag, unser Leben bedroht. Wir sind eben nicht allein, sondern der, der den Sturm beruhigen kann, der ist an unserer Seite. Wann und wie er den Sturm zur Ruhe bringen wird, wissen wir nicht. Wie die Jünger, so sind auch wir herausgefordert ihm zu vertrauen. Fest steht, er wird uns nicht untergehen lassen. Daran erinnert uns die Passionszeit, in der wir uns gerade befinden: Jesus opfert sich für uns auf. Geht bis ans Kreuz und triumphiert zu Ostern als der Auferstandene auch über den Tod und damit über den schlimmsten Sturm, der uns treffen kann. Wir haben die Wahl, auch wenn uns das Leben zu erdrücken scheint: Wir können auf die Umstände oder auf Jesus schauen und ihm vertrauen. Das bedeutet nicht, dass wir einfach die Augen vor der Realität und der Gefahr verschließen, sondern das befreit uns gerade von Angst und Panik zum verantwortungsvollen Handeln gegenüber dem anderen und uns selbst. Und weil es nicht so einfach ist, den Blick vom Sturm abzuwenden und auf Jesus zu schauen und ihm zu vertrauen, sind wir in diesen Tagen, um so mehr füreinander verantwortlich: Darauf zu achten, wo jemand Ermutigung braucht, weil bei ihm der Sturm gerade besonders schlimm tobt, mit einem Telefonat, einem ermutigenden Brief, einem Smiley bei WhatsApp, was auch immer, dem anderen zeigt: Du bist nicht allein! Amen Pfarrer Jens Meyer