Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Geh aus mein Herz, und suche Freud! (EG 503) Was   für   eine   Aufforderung.   Kann   man   Freude   suchen   und   finden?   Paul   Gerhardt hat   es   versucht   und   es   ist   ihm   gelungen.   Die   Freude,   die   er   gefunden   hat,   füllt ganze   15   Strophen.   Wenn   ich   seine   Worte   lese,   dann   entstehen   herrliche   Bilder vor meinem inneren Auge, die mich von Herzen froh machen. Es   lohnt   sich   einmal   die   ganzen   15   Strophen   seines   Lied   zu   lesen,   zu   singen.   Die Freude,   die   darin   zum   Ausdruck   kommt,   ist   wie   ein   Stück   Urlaub,   wie   eine   gute Medizin in schweren Stunden. Erstaunlich,   wie   überschwänglich   P.   Gerhardt   hier   schreiben   kann.   Musste   er   doch so   viel   Leid   in   seinem   Leben   tragen:   Mit   12   Jahren   verliert   er   erst   den   Vater   und zwei Jahre später seine Mutter. Im   Dreißigjährigen   Krieg   wütet   die   Pest.   Vier   seiner   fünf   Kinder   und   letztlich   auch seine   Frau   muss   er   zu   Grabe   tragen.   Trotz   dieser   harten   Not   findet   er   Grund   zur Freude. Unglaublich! Diese   Freude   entdeckt   er,   indem   er   dankbar   auf   sein   Leben   schaut.   Diese   Freude findet er, indem er danach sucht, was ihm dennoch alles geschenkt ist. Wir   können   das   ebenso   erleben,   wenn   wir   dankbar   auch   auf   das   Gute   in   unserem Leben   achten,   das   es   neben   allem   Schweren   gibt.   Der   bewusste,   dankbare   Blick auf   das   Heilvolle   in   meinem   Leben,   nimmt   dem   Leidvollen   seine   Macht,   auch wenn   es   dadurch   nicht   einfach   weg   ist.   Genauso   wie   ein   Regenschirm   den   Regen auch   nicht   einfach   wegzaubern   kann   aber   unter   dem   aufgespannten   Regenschirm komme    ich    geschützt    durch    den    Regen.    Wenn    ich    bewusst    auf    das    Gute    in meinem   Leben   achte,   dann   konzentriere   ich   mich   nicht   auf   das   Leidvolle,   sondern auf   Gottes   Segen   und   lasse   mich   von   ihm   leiten.   So   lässt   sich   auch   Schweres leichter tragen. Dankbar   ist   man   nicht   automatisch.   Dankbarkeit   muss   man   wie   einen   Muskel regelmäßig   trainieren.   Dankbar   ist,   wer   bewusst   hinschaut.   Das   kostet   Zeit   und braucht   Realismus.   Zeit,   um   genau   hinzusehen,   was   alles   an   Guten   in   eigenen Leben   vorhanden   ist.   Realismus,   das   nicht   erst   die   Lottomillion   auf   dem   eigenen Konto   Grund   zur   Dankbarkeit   gibt,   sondern   schon,   dass   man   beispielsweise   am Morgen    gesund    aufstehen    kann,    dass    wir    das    Lebensnotwendige    haben    und vieles mehr. Wir   feiern   bald   Erntedank   miteinander,   dort   können   wir   ganz   konkret   Gottes   Segen in unserem Leben entdecken. Darüber   hinaus   lade   ich   Sie   ein,   beharrlich   die   Freude   zu   suchen,   indem   sie dankbar auf ihr Leben schauen, Gottes Segen entdecken und ihr Herz froh wird. Ihr Pfarrer Jens Meyer
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Achiv Achiv
Geh   aus   mein   Herz,   und   suche Freud! (EG 503) Was   für   eine   Aufforderung.   Kann man   Freude   suchen   und   finden? Paul    Gerhardt    hat    es    versucht und    es    ist    ihm    gelungen.    Die Freude,   die   er   gefunden   hat,   füllt ganze    15    Strophen.    Wenn    ich seine   Worte   lese,   dann   entstehen herrliche      Bilder      vor      meinem inneren     Auge,     die     mich     von Herzen froh machen. Es   lohnt   sich   einmal   die   ganzen 15     Strophen     seines     Lied     zu lesen,   zu   singen.   Die   Freude,   die darin    zum   Ausdruck    kommt,    ist wie    ein    Stück    Urlaub,    wie    eine gute       Medizin       in       schweren Stunden. Erstaunlich,   wie   überschwänglich P.   Gerhardt   hier   schreiben   kann. Musste    er    doch    so    viel    Leid    in seinem    Leben    tragen:    Mit    12 Jahren   verliert   er   erst   den   Vater und     zwei     Jahre     später     seine Mutter. Im    Dreißigjährigen    Krieg    wütet die   Pest.   Vier   seiner   fünf   Kinder und    letztlich    auch    seine    Frau muss   er   zu   Grabe   tragen.   Trotz dieser   harten   Not   findet   er   Grund zur Freude. Unglaublich! Diese   Freude   entdeckt   er,   indem er     dankbar     auf     sein     Leben schaut.    Diese    Freude    findet    er, indem   er   danach   sucht,   was   ihm dennoch alles geschenkt ist. Wir   können   das   ebenso   erleben, wenn   wir   dankbar   auch   auf   das Gute   in   unserem   Leben   achten, das    es    neben    allem    Schweren gibt.     Der     bewusste,     dankbare Blick   auf   das   Heilvolle   in   meinem Leben,     nimmt     dem     Leidvollen seine     Macht,     auch     wenn     es dadurch    nicht    einfach    weg    ist. Genauso    wie    ein    Regenschirm den    Regen    auch    nicht    einfach wegzaubern     kann     aber     unter dem                        aufgespannten Regenschirm         komme         ich geschützt     durch     den     Regen. Wenn   ich   bewusst   auf   das   Gute in    meinem    Leben    achte,    dann konzentriere    ich    mich    nicht    auf das      Leidvolle,      sondern      auf Gottes    Segen    und    lasse    mich von   ihm   leiten.   So   lässt   sich   auch Schweres leichter tragen. Dankbar         ist         man         nicht automatisch.    Dankbarkeit    muss man        wie        einen        Muskel regelmäßig    trainieren.    Dankbar ist,   wer   bewusst   hinschaut.   Das kostet        Zeit        und        braucht Realismus.      Zeit,      um      genau hinzusehen,   was   alles   an   Guten in   eigenen   Leben   vorhanden   ist. Realismus,    das    nicht    erst    die Lottomillion     auf     dem     eigenen Konto     Grund     zur     Dankbarkeit gibt,    sondern    schon,    dass    man beispielsweise        am        Morgen gesund   aufstehen   kann,   dass   wir das     Lebensnotwendige     haben und vieles mehr. Wir       feiern       bald       Erntedank miteinander,     dort     können     wir ganz    konkret    Gottes    Segen    in unserem Leben entdecken. Darüber   hinaus   lade   ich   Sie   ein, beharrlich   die   Freude   zu   suchen, indem   sie   dankbar   auf   ihr   Leben schauen,          Gottes          Segen entdecken und ihr Herz froh wird. Ihr Pfarrer Jens Meyer