Ev.-Luth. Kirchgmeinde Börnichen Försterweg 1 09437 Börnichen Pfarramt Waldkirchen Tel. 037294/87884
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Börnichen
Achiv Achiv
Liebe Gemeinde, Ich glaube; hilf meinem Unglauben. (Markus 9, 24) Was denn nun, könnte man fragen. Glaubst Du? Oder glaubst Du nicht? Wenn es nur so einfach wäre. Glauben   lässt   sich   nicht   einfach   erreichen   und   festhalten,   so   wie   man   bspw.   Stufe für Stufe in die nächste Etage gelangt. Glauben und Unglauben liegen oft beieinander. In    einem    Moment    bin    ich    voller    Zuversicht    und    Vertrauen    und    im    nächsten Augenblick droht mich der Zweifel zu überwältigen. Die    Worte    unserer    Jahreslosung    sind    der    entmutigte    Ausruf    eines    besorgten Vaters.   Sein   krankes   Kind   hatte   er   zu   den   Jüngern   gebracht.   Ein   letzter   Strohhalm, an   den   er   sich   klammerte.   Wie   niedergeschlagen   musste   er   sein,   als   auch   sie seinem   Sohn   nicht   helfen   konnten.   Als   schließlich   Jesus   dazu   kommt,   schöpft   der Vater   einen   Funken   Hoffnung.   Er   bittet:   „Heile   meinen   Sohn,   wenn   du   kannst“. Jesus   entgegnet   ihm:   „Wenn   du   kannst?   Alle   Dinge   sind   möglich   dem,   der   da glaubt.“   Hin   und   hergerissen   zwischen   Vertrauen   und   Zweifel,   schreit   der   Vater: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ Wie   vertraut   ist   uns   doch   die   Situation   des   Vaters.   Ich   vertraue   Jesus,   ich   will   ihm vertrauen   und   trotzdem   zweifle   ich,   weil   meine   Mühe   vergeblich   scheint,   weil   es   mir schwer   fällt   meinen Alltag   zu   bewältigen,   weil   sich   Menschen   gegen   mich   wenden, weil    eine    Krankheit    mein    Leben    bedroht,    weil    der    Tod    mir    einen    geliebten Menschen   entrissen   hat,   weil   Sorgen,   Nöte   und   Ängste   wie   ein   Sturm   über   mich hereinbrechen.   Eine   Krise,   in   der   ich   nur   noch   schreien   kann:   „Jesus,   ich   glaube, hilf mir meinen Unglauben zu überwinden.“ Wenn   es   mir   so   geht,   dann   kann   ich   wie   der   zweifelnde   Vater   erleben:   Gott   schickt mich    nicht    weg.    Ich    darf    zu    ihm    kommen,    selbst    wenn    ich    zweifle.    Das Entscheidende    ist,    auch    wenn    es    mir    gerade    schwerfällt,    Gott    zu    vertrauen, dennoch   an   ihm   dran   zu   bleiben.   Eben   auch   dann,   wenn   ich   Gott   nicht   verstehe,   er mir   fremd   geworden   ist   und   ich   an   ihm   zu   verzweifeln   drohe,   dennoch   zu   ihm   rufen: „Hilf mir, Gott“ und mich nicht enttäuscht abzuwenden. "Ich   glaube;   hilf   meinem   Unglauben."   dieser   ehrliche Aufschrei   des   Vaters   und   Jesu Reaktion   haben   etwas   Befreiendes.   Gott   hält   zu   mir,   so   wie   ich   bin,   auch   wenn   ich zweifle.   Ich   kann   glauben   und   zweifeln   gleichzeitig.   Gott   fordert   keinen   blinden Gehorsam.   Er   hält   auch   meinen   Unglauben   aus   und   er   kann   ihn   auch   auflösen.   Ich muss   mit   meinen   Zweifeln   nicht   allein   klarkommen,   ich   würde   es   sowieso   nicht schaffen.    Darum    gilt    auch    für    uns    die    Jahreslosung:    "Ich    glaube;    hilf    meinem Unglauben." In herzlicher Verbundenheit, Ihr Pfr. Jens Meyer
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Achiv Achiv
Liebe Gemeinde, Ich glaube; hilf meinem Unglauben. 9,24 Was denn nun, könnte man fragen. Glaubst Du? Oder glaubst Du nicht? Wenn es nur so einfach wäre. Glauben lässt sich nicht einfach erreichen und festhalten, so wie man bspw. Stufe für Stufe in die nächste Etage gelangt. Glauben und Unglauben liegen oft beieinander. In einem Moment bin ich voller Zuversicht und Vertrauen und im nächsten Augenblick droht mich der Zweifel zu überwältigen. Die Worte unserer Jahreslosung sind der entmutigte Ausruf eines besorgten Vaters. Sein krankes Kind hatte er zu den Jüngern gebracht. Ein letzter Strohhalm, an den er sich klammerte. Wie niedergeschlagen musste er sein, als auch sie seinem Sohn nicht helfen konnten. Als schließlich Jesus dazu kommt, schöpft der Vater einen Funken Hoffnung. Er bittet: „Heile meinen Sohn, wenn du kannst“. Jesus entgegnet ihm: „Wenn du kannst? Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Hin und hergerissen zwischen Vertrauen und Zweifel, schreit der Vater: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ Wie vertraut ist uns doch die Situation des Vaters. Ich vertraue Jesus, ich will ihm vertrauen und trotzdem zweifle ich, weil meine Mühe vergeblich scheint, weil es mir schwer fällt meinen Alltag zu bewältigen, weil sich Menschen gegen mich wenden, weil eine Krankheit mein Leben bedroht, weil der Tod mir einen geliebten Menschen entrissen hat, weil Sorgen, Nöte und Ängste wie ein Sturm über mich hereinbrechen. Eine Krise, in der ich nur noch schreien kann: „Jesus, ich glaube, hilf mir meinen Unglauben zu überwinden.“ Wenn es mir so geht, dann kann ich wie der zweifelnde Vater erleben. Gott schickt mich nicht weg. Ich darf zu ihm kommen, selbst wenn ich zweifle. Das Entscheidende ist, auch wenn es mir gerade schwer fällt Gott zu vertrauen, dennoch an ihm dran zu bleiben. Eben auch dann, wenn ich Gott nicht verstehe, er mir fremd geworden ist und ich an ihm zu verzweifeln drohe, dennoch zu ihm rufen: „Hilf mir, Gott“ und mich nicht enttäuscht abzuwenden. "Ich glaube; hilf meinem Unglauben." dieser ehrliche Aufschrei des Vaters und Jesu Reaktion haben etwas befreiendes. Gott hält zu mir, so wie ich bin, auch wenn ich zweifle. Ich kann glauben und zweifeln gleichzeitig. Gott fordert keinen blinden Gehorsam. Er hält auch meinen Unglauben aus und er kann ihn auch auflösen. Ich muss mit meinen Zweifeln nicht allein klarkommen, ich würde es sowie so nicht schaffen. Darum gilt auch für uns die Jahreslosung: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben." In herzlicher Verbundenheit, Ihr Pfr. Jens Meyer